Fidschi

Fidschi: das Paradies, ehrlich gerechnet

333 Inseln, Wasser in Farben, für die es keine Namen gibt, und Menschen, deren Gastfreundschaft Reisende seit 150 Jahren beschreiben: Als Kulisse ist Fidschi unschlagbar. Als Wohnsitz ist es anspruchsvoller, als die Prospekte sagen: Welteinkommensbesteuerung, kein Abkommen mit Deutschland, ein Rentner-Permit mit Bankdepot-Pflicht, Devisenkontrollen und jede Saison Zyklone. Hier steht beides, der Traum und die Rechnung.

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0 %

auf die ersten 30.000 Fidschi-Dollar Jahreseinkommen (ca. 12.000 €)

Welt

-einkommensprinzip ab 183 Tagen: kein Territorialsystem

45+

Mindestalter fürs Rentner-Permit, plus 100.000 FJD Bankeinzahlung

Kein DBA

mit Deutschland: deutsche Quellensteuern bleiben ungemildert

~-48 %

Lebenshaltungskosten gegenüber Deutschland (grobe Richtwerte)

24-30 h

Anreise aus Europa, kein Direktflug; Zyklonsaison November bis April

Fidschi als Steuerstandort: kein Paradies im Steuersinn

Fidschi besteuert Ansässige (ab 183 Tagen in zwölf Monaten) auf das Welteinkommen, das steht ausdrücklich im Einkommensteuergesetz. Der Tarif ist unten mild und oben scharf: Die ersten 30.000 Fidschi-Dollar (rund 12.000 Euro) sind steuerfrei, dann 18 und 20 Prozent, und oberhalb von 270.000 FJD kommt eine Zusatzabgabe („Social Responsibility Tax") von 18 bis 24 Prozent obendrauf, kombiniert bis zu 44 Prozent. Lokale Dividenden sind steuerfrei, lokale Zinsen kosten 10 Prozent final, Veräußerungsgewinne 10 Prozent, die Mehrwertsteuer liegt seit August 2025 bei 12,5 Prozent. Und der entscheidende Punkt für Deutsche: Es gibt kein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, nur eine einseitige Anrechnung ausländischer Steuern.

Was das praktisch heißt: Eine deutsche Rente bleibt in Deutschland beschränkt steuerpflichtig und zählt in Fidschi zum Welteinkommen; die fidschianische Anrechnung mildert die Doppelbelastung, hebt sie aber nicht auf, und unterm Strich zahlst Du das höhere der beiden Niveaus. Kleine Renten bleiben dank der 30.000-FJD-Nullzone fidschianisch unbesteuert, der deutsche Zugriff bleibt trotzdem. Fidschi ist damit ein Lebensziel mit ordentlichem, aber keineswegs paradiesischem Steuerrahmen, und genau so behandeln wir es.

Alle Details und den weltweiten Vergleich findest Du in unserem Steueratlas.

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Fidschi auf der Karte

333 Inseln mitten im Südpazifik, 2.000 Kilometer nördlich von Neuseeland: Das Leben spielt auf den zwei Hauptinseln Viti Levu (mit der Hauptstadt Suva und dem Flughafen Nadi) und Vanua Levu, der Rest ist Postkartenkulisse mit Resorts und Dörfern.

Mitten im Südpazifik: Größere Karte auf OpenStreetMap ansehen.

Suva ist die echte Stadt des Landes: Regierung, Banken, das größte Krankenhaus und der Regenwald-Regen, der ihr den Beinamen der feuchtesten Hauptstadt Ozeaniens eingebracht hat. Nadi an der trockeneren Westküste trägt den internationalen Flughafen und die Tourismus-Infrastruktur, die Coral Coast dazwischen die Resorts, und wer echtes Inselleben sucht, findet es auf Vanua Levu um Savusavu, wo sich auch die meisten ausländischen Residenten niedergelassen haben.

Strandbar unter Palmen im Abendlicht auf Fidschi
Abend an der Westküste: Das Leben spielt draußen, die Uhr geht nach „Fiji Time"

Das sagen andere über Fidschi

„Der Tag ist so schön, dass ich es im Haus nicht aushielt; ich sitze nun auf einem grauen Felsblock, von den zartesten Farnen umsäumt, und blicke über das blaueste aller Meere hinüber zur großen Insel Viti Levu, deren Berge träumend am Horizont liegen."Constance F. Gordon-Cumming, „At Home in Fiji" (1881), Brief aus Levuka vom 1. November 1875; eigene Übertragung
„Es liegt in einem lieblichen Tal, das mich sehr an Ischl erinnert. Hohe Berge steigen rings um ein überaus fruchtbares Tal auf, durch das sich der Wai Dina in Windungen zieht."Berthold Seemann über das Tal von Namosi, „Viti" (1862); eigene Übertragung

Die schottische Reiseschriftstellerin fand 1875 das blaueste aller Meere, der hannoversche Botaniker Seemann dreizehn Jahre zuvor ein Tal, das ihn an Bad Ischl erinnerte, und beide Beschreibungen funktionieren bis heute wörtlich. Fidschis Schönheit ist keine Marketing-Erfindung, sie ist seit anderthalb Jahrhunderten Aktenlage.

Land und Leute: Bula als Lebenshaltung

Gut 900.000 Menschen, zwei große Gemeinschaften (iTaukei-Fidschianer und Indo-Fidschianer), Englisch als Amtssprache und eine Herzlichkeit, die jedem Besucher nach Stunden vorkommt wie Familienanschluss: Das „Bula!" ist keine Floskel, sondern Programm. Rugby ist Religion, die Kirche sonntags voll, das Dorf (koro) mit seinen Hierarchien und der Kava-Zeremonie bleibt das soziale Rückgrat, und wer als Ausländer respektvoll andockt, wird erstaunlich schnell Teil davon.

Der Alltag ist einfach, im doppelten Sinn. Englisch überall, entspannter Umgang, frischer Fisch und Märkte, dazu eine kleine, hilfsbereite Expat-Gemeinde um Savusavu und die Coral Coast. Aber die Infrastruktur ist dünn: Stromausfälle gehören dazu, Internet ist okay, aber nicht schnell, Importwaren kosten europäisch, und „Fiji Time" beschreibt Behördengänge treffender als jede Verfahrensordnung.

Die Ehrlichkeit. Das Gesundheitssystem ist der wunde Punkt: Für Ernstfälle von der Kardiologie bis zur Onkologie wird nach Australien oder Neuseeland evakuiert, und eine internationale Krankenversicherung mit Evakuierungsdeckung ist darum keine Option, sondern Pflicht. Dazu kommen die Zyklonsaison von November bis April (Kategorie-5-Stürme wie Winston 2016 sind real), die Entfernung zu allem (Familienbesuche sind eine Weltreise) und ein Land- und Immobilienrecht, das Ausländern enge Grenzen setzt.

So funktioniert das Steuersystem im Detail

Der Tarif: unten großzügig, oben scharf

Die Nullzone bis 30.000 FJD stellt kleine Einkommen komplett frei, danach greifen 18 Prozent (bis 50.000) und 20 Prozent. Ab 270.000 FJD Jahreseinkommen kommt die Zusatzabgabe von 18 bis 24 Prozent obendrauf, sodass Spitzenverdiener bei kombinierten bis zu 44 Prozent landen. Nichtansässige zahlen flat 20 Prozent auf fidschianische Quellen. Für den typischen Residenten mit moderatem Auslandseinkommen ist die Belastung also überschaubar; für Gutverdiener ist Fidschi steuerlich schlicht kein gutes Geschäft.

Kapital und die Sonderfälle

Fidschianische Dividenden sind steuerfrei (seit 2017), lokale Bankzinsen kosten 10 Prozent final (Senioren ab 55 und Kleinverdiener können sich befreien lassen), Veräußerungsgewinne kosten 10 Prozent, wobei die selbstgenutzte Erstimmobilie ausgenommen ist. Ausländische Kapitalerträge laufen dagegen als Welteinkommen in den Tarif. Eine Besonderheit für Angestellte auf Zeit: Wer als Ausländer mit einem Arbeitsvertrag bis drei Jahre kommt, gilt als „temporary resident" und bleibt mit Auslandseinkünften steuerfrei, die einzige Territorial-Insel im System, und sie gilt ausdrücklich nicht für Rentner und Selbständige.

Ein Beispiel, das die Mechanik zeigt

Beispiel: Ein Ehepaar zieht mit zusammen 2.800 Euro deutscher Rente (rund 7.000 FJD im Monat) nach Savusavu. Fidschianisch bleibt jeder der beiden unter der 30.000-FJD-Nullzone, die fidschianische Steuer liegt also bei null; die deutsche beschränkte Steuerpflicht auf die Renten läuft weiter wie bisher. Dazu kommen die jährlichen 30.000 FJD Pflicht-Einzahlung fürs Permit, die das Paar ohnehin zum Leben braucht. Die Rechnung funktioniert, aber sie funktioniert als Lebensentscheidung, nicht als Steuertrick.

Die deutsche Seite: ohne Abkommen

Ohne DBA gibt es keine Verteilungsregeln: Deutschland besteuert seine Quellen (Rente, Vermietung, Dividenden mit voller Kapitalertragsteuer) nach nationalem Recht weiter, Fidschi besteuert das Welteinkommen und rechnet ausländische Steuern nur begrenzt an. Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht gehört wegen der niedrigen Belastung im unteren Bereich auf den Prüfzettel, und bei GmbH-Beteiligungen wie immer die Wegzugsbesteuerung.

Strand mit Sonnenschirmen und Palmen im Abendlicht
Coral Coast: Zwischen Resorts und Dörfern lebt die kleine Residenten-Gemeinde

Für wen sich der Umzug lohnt (und für wen nicht)

✓ Fidschi lohnt sich für

  • Ruheständler ab 45 mit liquiden Reserven, die das Assured-Income-Permit stemmen
  • Paare mit moderater Rente: die 30.000-FJD-Nullzone hält die fidschianische Steuer klein
  • Entsandte mit Zeitvertrag: bis drei Jahre bleiben Auslandseinkünfte steuerfrei
  • Investoren mit echtem Fidschi-Projekt ab 250.000 FJD
  • Aussteiger, für die Abgeschiedenheit das Ziel ist, nicht der Preis

✗ Eher nicht für

  • Steueroptimierer: Welteinkommen, kein DBA, Devisenkontrollen
  • Selbständige und Nomaden unter 45: es gibt schlicht kein Visum
  • Alle mit ernsten Gesundheitsthemen oder engem Familienband nach Europa

Wer die Südsee mit besserem Steuer- und Aufenthaltsrahmen sucht, vergleicht mit Französisch-Polynesien (null Prozent Einkommensteuer, EU-Bürger visumfrei); wer tropisches Inselleben mit Anbindung will, mit Mauritius oder den Philippinen.

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Aufenthalt: der Weg für Kapitalkräftige ab 45

Für Ruheständler existiert ein echter Weg, aber er kostet: Das Residence Permit on Assured Income verlangt Mindestalter 45, nachgewiesenes gesichertes Auslandseinkommen, Krankenversicherung, Führungszeugnis, und nach der Bewilligung eine Einzahlung von 100.000 Fidschi-Dollar (rund 40.000 Euro) auf ein lokales Konto, ersatzweise einen nachgewiesenen Immobilienkauf; danach sind jährlich 30.000 FJD (Paar) beziehungsweise 40.000 FJD (Familie) einzuzahlen, ein faktischer Mindest-Lokalverbrauch. Arbeiten ist mit diesem Titel verboten. Alternativ gibt es das Investor Permit (sieben Jahre) ab 250.000 FJD nachweislich aus dem Ausland investiertem Kapital. Ein Nomaden- oder Passiveinkommen-Visum für Jüngere existiert nicht, und einen Daueraufenthalt mit Rechtsanspruch kennt das System ebenfalls nicht: Verlängern gehört hier zum Lebensmodell.

Geld und Eigentum, ehrlich: Fidschi kontrolliert den Kapitalverkehr. Transfers ins Ausland über 20.000 FJD pro Familie und Jahr brauchen ein Steuer-Unbedenklichkeitszertifikat, bei Verkaufserlösen zusätzlich den Kapitalertragsteuer-Nachweis, und Bargeldausfuhr ist eng gedeckelt. Beim Immobilienkauf gilt: Kein Freehold-Wohnland innerhalb der Stadtgrenzen für Ausländer (Gesetz von 2014), außerhalb mit Baupflicht von mindestens 250.000 FJD binnen zwei Jahren, und der Großteil des Landes ist iTaukei-Gemeinschaftsland, das nur langfristig gepachtet werden kann. Wer einzahlt, sollte wissen, dass der Rückweg des Geldes genehmigungspflichtig ist.

Steuern in Fidschi im Überblick

SteuerSatz
Einkommensteuer (Ansässige)0 % bis 30.000 FJD / 18 % / 20 %
Zusatzabgabe (SRT) ab 270.000 FJD18 bis 24 % (kombiniert bis 44 %)
Nichtansässige (fidschianische Quellen)flat 20 %
Lokale Dividendensteuerfrei (seit 2017)
Lokale Bankzinsen10 % final (Befreiung 55+/Kleinverdiener)
Veräußerungsgewinne10 % (Erstwohnsitz befreit)
Körperschaftsteuer25 %
Mehrwertsteuer12,5 % (seit 1.8.2025)
DBA mit Deutschlandnein (nur Schifffahrts-Sonderabkommen)

Vollständige Sätze und den weltweiten Vergleich findest Du im Steueratlas.

Deutsche Rente in Fidschi

Ohne Abkommen bleibt die deutsche Rente in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, und Fidschi zählt sie ab Ansässigkeit zum Welteinkommen; die einseitige Anrechnung verhindert die volle Doppelbesteuerung, im Ergebnis zahlst Du das höhere Niveau. Praktisch heißt das: Bei einer moderaten Rente bleibt die fidschianische Steuer dank der 30.000-FJD-Nullzone oft bei null, und es verbleibt der gewohnte deutsche Zugriff; bei größeren Alterseinkünften rechnet Fidschi mit. Zusammen mit den Permit-Einzahlungen ist Fidschi für Rentner also kein Sparmodell, sondern ein Lebensmodell mit Preisschild.

Wichtig: Die Krankenversicherung ist hier die harte Bedingung: Das öffentliche System trägt keine Ernstfälle, private Kliniken decken Routine, und für alles Schwere wird nach Australien oder Neuseeland geflogen. Eine internationale Police mit Evakuierungsdeckung ist Permit-Voraussetzung und Lebensversicherung zugleich, und ihr Preis steigt mit dem Alter deutlich.

Besteuerung von Kryptowährungen in Fidschi

Fidschi hat kein eigenes Krypto-Steuerregime: Gewinne fallen unter die allgemeinen Regeln (Veräußerungsgewinne 10 Prozent, gewerblicher Handel in den Tarif), und die Reserve Bank steht Krypto-Zahlungen restriktiv gegenüber; die Devisenkontrollen gelten sinngemäß auch hier. Wer mit Krypto-Vermögen anreist, plant die Verwertung besser außerhalb. Die laufende Analyse findest Du auf unserer Schwesterseite KryptoSteuern.info.

Sonnenuntergang über dem Meer mit Inseln am Horizont
Südpazifik-Abend: die Inseln der Mamanucas am Horizont

Die Boris-Becker-Falle vermeiden

Auch der Umzug ans Ende der Welt muss echt sein. Wer die deutsche Wohnung behält, bleibt unbeschränkt steuerpflichtig, Südsee hin oder her: Hauptwohnsitz aufgeben, Lebensmittelpunkt nachweisbar verlagern, echte Präsenz auf den Inseln leben. Und rechne mit dem Fragebogen des Finanzamts nach der Abmeldung; die Entfernung beeindruckt deutsche Behörden nicht.

Der Wegzug aus deutscher Sicht

Ohne Abkommen bleibt Deutschland mit seinen Quellensteuern voll im Spiel: Rente, Vermietung und Dividenden werden nach nationalem Recht besteuert, und die Vermeidung der Doppelbesteuerung hängt allein an der fidschianischen Anrechnung. Wegen der milden Belastung im unteren Bereich gehört die erweiterte beschränkte Steuerpflicht auf den Prüfzettel, wenn wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland fortbestehen.

Hältst Du wesentliche Beteiligungen an Kapitalgesellschaften (ab 1 Prozent), greift beim Wegzug die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG: sofortige Entstehung, auf Antrag sieben Jahresraten, in der Regel gegen Sicherheitsleistung. Eine Fidschi-Sonderregel gibt es nicht.

Dein Wegzug im Überblick: Deutschland, Österreich, Schweiz

🇩🇪

Wegzugsteuer auf wesentliche Beteiligungen und bis zu zehn Jahre nachwirkende Steuerpflicht können greifen; was für Fidschi gilt, steht oben im Dossier. Wegzug aus Deutschland →

🇦🇹

Der Wegzug nach Fidschi gilt in Österreich als Veräußerung Deines Kapitalvermögens: 27,5 % auf den Wertzuwachs, ohne den EU-Aufschub. Wegzug aus Österreich →

🇨🇭

Die Schweiz kennt keine Wegzugssteuer auf privates Kapitalvermögen; entscheidend sind die saubere Abmeldung und die Quellensteuer auf später bezogene Vorsorgegelder. Wegzug aus der Schweiz →

Was Fidschi als Wohnsitzland attraktiv macht

Das Wasser. Korallenriffe vor der Haustür, Sichtweiten von dreißig Metern, Wale auf der Durchreise: Für Taucher und Segler gehört Fidschi zum Besten, was der Planet hat.

Die Menschen. Die fidschianische Herzlichkeit ist seit Gordon-Cummings Briefen von 1875 dokumentiert und bis heute der Grund, warum aus Besuchern Bleibende werden.

Das Klima. Ganzjährig 25 bis 30 Grad, Passatwind an den Küsten, und außerhalb der Zyklonsaison ein Wetter, das den Begriff „Winter" aus dem Wortschatz streicht.

Das englischsprachige Leben. Amtssprache Englisch, britisch geprägtes Recht, vertraute Banken (ANZ, Westpac, BSP): Fidschi ist exotisch in der Kulisse und angelsächsisch im Betrieb, eine seltene Kombination in der Südsee.

Die Drehkreuz-Rolle im Pazifik. Fiji Airways fliegt ab Nadi nonstop nach Singapur, Hongkong, Tokio, Los Angeles, San Francisco, Dallas, Sydney und Auckland: Für Südsee-Verhältnisse ist Fidschi erstaunlich gut angebunden, nur eben nicht an Europa. Die Zeitzone UTC+12 ganzjährig (die Sommerzeit wurde 2024 abgeschafft) legt das Kommunikationsfenster nach Deutschland auf den frühen Morgen und den späten Abend, was Remote-Kontakte planbar, aber unbequem macht.

Lebenshaltungskosten in Fidschi

Die Datenlage ist dünn, darum hier grobe Richtwerte statt präziser Prozente: Insgesamt lebt es sich auf Fidschi ungefähr zur Hälfte des deutschen Preisniveaus, wobei der Abstand vor allem von Dienstleistungen und lokalen Lebensmitteln kommt, während Mieten in guten Lagen und Importwaren (Käse, Wein, Elektronik) fast deutsche Preise erreichen.

PostenRichtwert
Mittagsmenü im lokalen Restaurantca. 5 bis 7 €
Miete 1-Zimmer-Wohnung, Suva zentralca. 600 bis 650 €
Internet (50 Mbit+)ca. 20 bis 25 €
Lokale Lebensmittel und Marktdeutlich unter Deutschland
Importwarennahe deutschem Niveau
Gesamtniveaugrob die Hälfte Deutschlands

Richtwerte aus Crowd-Daten (Stand Sommer 2026); die Datenbasis für Fidschi ist dünn, plane mit Puffer.

Dazu kommen die strukturellen Posten, die kein Preisindex zeigt: die internationale Krankenversicherung mit Evakuierungsdeckung, die jährlichen Permit-Einzahlungen und Flüge nach Europa, die pro Person vierstellig kosten. Fidschi ist im Alltag günstig und im Gesamtpaket kein Billigziel.

Korrekte Vorbereitung

Was ist der beste Zeitpunkt für einen Umzug? Außerhalb der Zyklonsaison (Mai bis Oktober) ankommen, und steuerlich mit sauberem Jahresschnitt: Die fidschianische Ansässigkeit entsteht mit 183 Tagen in zwölf Monaten.

Brauche ich ein Visum? Als Tourist nicht (bis vier Monate), zum Bleiben ja: Assured-Income-Permit (45+, Depot, Jahres-Einzahlungen) oder Investor Permit ab 250.000 FJD. Kläre das Permit VOR dem Umzug und plane die Verlängerungen als Daueraufgabe ein.

Was passiert mit meinem bestehenden Unternehmen? Auf dem Rentner-Permit darfst Du nicht arbeiten, auch nicht remote fürs eigene deutsche Unternehmen; das ist eine Grauzone, die ehrlich vorab gelöst gehört, über Verkauf, Übergabe oder eine Struktur mit sauberer Rollenverteilung.

Was geschieht mit meiner jetzigen Wohnung? Die Aufgabe ist zwingend, sonst endet die unbeschränkte deutsche Steuerpflicht nicht. Verkaufen musst Du nicht, vermieten reicht; warum die Wohnung in Deutschland so gefährlich ist, liest Du im Steuerwissen.

Automatischer Informationsaustausch gemäß OECD CRS

Fidschi gehört bislang nicht zu den aktiv meldenden CRS-Staaten. Verlasse Dich darauf in keine Richtung: Deutsche Meldepflichten bestehen fort, die fidschianischen Devisenkontrollen dokumentieren ohnehin jeden größeren Transfer, und ein sauberer Wegzug braucht keine Intransparenz. Wie Du Konten über Grenzen hinweg seriös organisierst, zeigt Dir Freedom Banking.

Guides für Dein Leben auf Fidschi

Für die praktischen Fragen haben wir eigene, ausführliche Guides geschrieben:

Immobilien

Immobilienkauf in Fidschi: Freehold-Regeln und Pachtland

Arbeiten

Arbeiten in Fidschi: Jobs, Visum und Inselalltag

Naturrisiken

Naturkatastrophen und Wetterextreme auf Fidschi

Haustiere

Haustiere nach Fidschi: Import Permit und Quarantäne

Alle Themenbereiche mit über 1.900 Artikeln findest Du in unseren Guides für Auswanderer.

So hilft Dir unsere Kanzlei bei Deinem Umzug nach Fidschi

Unsere Kanzlei, die STM Corporate Group, hat schon viele Mandanten dabei unterstützt, den Wohnsitz ins Ausland zu verlegen. Mit unseren Büros in London, Valletta, Dublin und Austin sind wir bestens gerüstet, Dich zu begleiten, und arbeiten für Fidschi mit erprobten Partnern in der Region zusammen. Die Leistungen werden individuell zugeschnitten und umfassen üblicherweise:

  • Beratung zu den steuerlichen Konsequenzen des Umzugs: Analyse, Prognosen, Einschätzungen
  • Ehrliche Rechnung ohne Abkommen: deutscher Zugriff, fidschianische Anrechnung, Doppelbesteuerungsfallen
  • Planung von Permit-Weg, Depot-Pflichten und Devisenkontroll-Folgen vor der ersten Einzahlung
  • Prüfung der erweiterten beschränkten Steuerpflicht und Ordnung Deiner deutschen Quellen
  • Prüfung der Wegzugsbesteuerung und GmbH-Strukturen vor dem Umzug
  • Vergleich mit Alternativen (Französisch-Polynesien, Mauritius), bevor Du Dich festlegst
  • Steuereffiziente Strukturierung von Vermögen über Auslandsgesellschaften, Holdings und Trusts

Im Grundsatz rechnen wir nach Aufwand ab; für manche Leistungen gelten Fixpreise. Im ersten Schritt raten wir Dir zur Buchung eines Beratungsgesprächs mit Sebastian, telefonisch, per Zoom oder Signal. Über zwanzig Jahre Beratungserfahrung und weit über hundert begleitete Unternehmer stehen hinter jedem Mandat.

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Häufige Fragen zum Auswandern nach Fidschi

Besteuert Fidschi mein Welteinkommen oder nur lokale Einkünfte?

Das Welteinkommen, das steht ausdrücklich im Gesetz: Ab 183 Tagen in zwölf Monaten bist Du ansässig und steuerpflichtig mit allem. Die einzige Ausnahme gilt für Ausländer mit Arbeitsvertrag bis drei Jahre („temporary resident"), deren Auslandseinkünfte frei bleiben, nicht für Rentner oder Selbständige.

Wie funktioniert das Rentner-Permit genau?

Residence Permit on Assured Income: Mindestalter 45, gesichertes Auslandseinkommen, Krankenversicherung, Führungszeugnis. Nach Bewilligung zahlst Du 100.000 FJD auf ein lokales Konto ein (ersatzweise nachgewiesener Immobilienkauf), danach jährlich 30.000 FJD (Paar) bzw. 40.000 (Familie). Arbeiten ist verboten, verlängert wird regelmäßig.

Wo wird meine deutsche Rente versteuert?

In beiden Ländern, mit Anrechnung: Ohne Abkommen bleibt der deutsche Zugriff bestehen, und Fidschi zählt die Rente zum Welteinkommen. Die fidschianische Anrechnung verhindert die volle Doppelbesteuerung; kleine Renten bleiben dank der 30.000-FJD-Nullzone fidschianisch bei null. Ein Steuersparziel ist Fidschi nicht.

Kann ich mein Geld später wieder ausführen?

Nur kontrolliert: Auslandstransfers über 20.000 FJD pro Familie und Jahr brauchen ein Steuer-Unbedenklichkeitszertifikat, Verkaufserlöse zusätzlich den Kapitalertragsteuer-Nachweis, und Bargeldausfuhr ist eng begrenzt. Wer einzahlt, plant den Rückweg des Geldes von Anfang an mit.

Kann ich als Ausländer Land oder ein Haus kaufen?

Eingeschränkt: Freehold-Wohnland innerhalb der Stadtgrenzen ist für Ausländer gesperrt (seit 2014), außerhalb gilt beim Kauf unbebauten Landes eine Baupflicht von mindestens 250.000 FJD binnen zwei Jahren. Der Großteil des Landes ist iTaukei-Gemeinschaftsland und nur langfristig pachtbar. Ohne lokalen Anwalt geht nichts.

Wie gut ist die medizinische Versorgung?

Ehrlich: für Routine ausreichend, für Ernstfälle nicht. Komplexe Kardiologie, Onkologie oder Neurochirurgie gibt es im Land nicht, evakuiert wird nach Australien oder Neuseeland. Eine internationale Krankenversicherung mit Evakuierungsdeckung ist Permit-Pflicht und der wichtigste Posten im Budget.

Wie schlimm ist die Zyklonsaison?

Real: Von November bis April ziehen jede Saison Stürme durch, und Kategorie-5-Ereignisse wie Winston 2016 haben verheerende Schäden angerichtet. Für Residenten heißt das zyklonsichere Bauweise, Versicherungsfragen, Notvorräte und die Gelassenheit, jedes Jahr damit zu planen.

Wie komme ich hin, und wie weit ist es wirklich?

Es gibt keinen Direktflug aus Europa: geflogen wird über Singapur, Hongkong, Seoul oder die US-Westküste, gesamt 24 bis 30 Stunden. Die Zeitzone UTC+12 legt das Kommunikationsfenster nach Deutschland auf früh morgens und spät abends. Familienbesuche sind Ereignisse, keine Wochenendtrips.

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Steueratlas

Alle fidschianischen Steuersätze im Detail

KryptoSteuern

Krypto-Steuern in Fidschi im Detail

Länder

Französisch-Polynesien: Südsee mit 0 % Einkommensteuer

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Mauritius: Insel-Alternative mit Remittance-System