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Monaco

Monaco: 0 % Einkommensteuer seit 1869, und was das Ticket wirklich kostet

Ein Leben wie im James-Bond-Film, bei sagenhaften 0 % Steuern: Monaco ist und bleibt die erste Adresse für ein steuerfreies Leben im Herzen Europas. Der Eintritt: rund 500.000 € auf einem monegassischen Konto, eine Wohnung im teuersten Immobilienmarkt der Welt, und die Bereitschaft, wirklich hier zu leben.

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Mehr Videos und Podcast-Folgen, unter anderem mit Monaco-Experte RA Dr. Andreas Bosse, findest Du auf unserem YouTube-Kanal Perspektive Ausland.

0 %

Einkommensteuer, seit 1869, für alle außer Franzosen

0 %

Vermögen-, Grund- und Erbschaftsteuer in direkter Linie

500k

€ Bankeinlage: die übliche Eintrittskarte zur Carte de Séjour

Nr. 1

teuerster Immobilienmarkt der Welt

2 km²

Fläche: der zweitkleinste Staat der Erde

kein

DBA mit Deutschland, Österreich oder der Schweiz

Monaco als Steuerparadies

Monaco erhebt keine Einkommensteuer auf Privatpersonen, unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Herkunft der Einkünfte, mit einer einzigen Ausnahme: Französische Staatsbürger unterliegen aufgrund des Abkommens mit Frankreich weiterhin der französischen Einkommensteuer. Kapitalgewinne, Dividenden, Zinsen, Mieten und ausländisches Erwerbseinkommen sind vollständig steuerfrei, es gibt keine Vermögensteuer, keine Grundsteuer und keine Erbschaft- oder Schenkungsteuer in direkter Linie. Unternehmen zahlen nur dann Körperschaftsteuer (25 %), wenn mehr als 25 % des Umsatzes außerhalb Monacos erwirtschaftet werden. Wichtig: Mit Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen keine Doppelbesteuerungsabkommen; deutsche Quellen-Einkünfte bleiben also in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. Monaco eignet sich damit vor allem für vermögende Privatpersonen mit internationalem Einkommensportfolio.

Die Geschichte ist so elegant wie das Ergebnis: 1869 schaffte Fürst Karl III. die Einkommensteuer ab, finanziert von den Gewinnen des Spielcasinos von Monte Carlo. Seither ist das Fürstentum der Archetyp des europäischen Steuerparadieses, und anders als die Emporkömmlinge der Branche hat es anderthalb Jahrhunderte Rechtskontinuität, fürstliche Stabilität und die Cote d'Azur vor der Tür. Vorab ein oft übersehener Punkt: Monaco ist kein EU-Mitglied, aber über Frankreich faktisch in Schengen und Zollunion eingebunden, mit dem Euro als Währung.

Alle Details und den weltweiten Vergleich findest Du in unserem Steueratlas.

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Monaco auf der Karte

Zwei Quadratkilometer zwischen Felsen und Mittelmeer, hineingefaltet in die französische Riviera, zwanzig Minuten von Nizza, zehn von Italien: Monaco ist der zweitkleinste Staat der Erde und wahrscheinlich der dichteste Konzentrat aus Geld, Geschichte und Glamour, das es gibt. Auf dem Felsen thront der Fürstenpalast der Grimaldis, die hier seit 1297 regieren; unten im Hafen liegen Yachten, die größer sind als manche Dorfkirche, und dazwischen stapelt sich die Stadt in den Himmel, weil es der einzige Weg ist, der noch frei war.

Zwei Quadratkilometer an der Riviera: Größere Karte auf OpenStreetMap ansehen.

Auf der Straße hört man Monegassisch (einen ligurischen Dialekt), Amtssprache ist Französisch, verhandelt wird auf Italienisch und Englisch: Monaco ist ein souveräner Staat mit rund 39.000 Einwohnern aus über 130 Nationen, von denen nur etwa 9.000 Monegassen sind. Der Rest ist die vielleicht exklusivste Zuwanderergemeinde der Welt, von Formel-1-Piloten über Tennisprofis bis zu drei Dutzend Milliardären, die sich hier eine steuerfreie Basis mit Blick aufs Mittelmeer teilen.

Und das Leben liefert, was der Ruf verspricht: die Oper und das Ozeanographische Museum, das Casino von Monte Carlo, der Grand Prix durch die Häuserschluchten, Sterne-Restaurants in Fußnähe, und eine Polizeidichte, die Monaco zum wohl sichersten Fleck Europas macht. Kombiniert mit Spitzenmedizin und 300 Sonnentagen ist das Fürstentum ein Gesamtkunstwerk, das man sich leisten können muss, aber dann liefert es.

Panorama von Monaco mit Hafen und Fürstenfelsen von oben
Der ganze Staat auf einem Bild: Monaco vom Tête de Chien aus gesehen

Das sagen andere über Monaco

„Ein sonniger Ort für zwielichtige Gestalten."W. Somerset Maugham über die Riviera, deren Bewohner es längst als Kompliment tragen
„Deo juvante. Mit Gottes Hilfe."Wahlspruch der Grimaldis im Staatswappen Monacos; er erinnert an die Einnahme des Felsens durch Francesco Grimaldi im Jahr 1297

Land und Leute: das Dorf der Weltbürger

Monaco ist eine konstitutionelle Erbmonarchie unter dem Haus Grimaldi, das den Felsen seit 1297 hält, die älteste regierende Dynastie Europas. Fürst Albert II. führt einen Staat, der kleiner ist als der Central Park und dennoch eigene Botschaften, ein eigenes Olympia-Team und einen Sitz in den Vereinten Nationen unterhält. Die Monegassen selbst, nur gut 9.000 Menschen, genießen Privilegien wie subventionierte Wohnungen und bevorzugte Jobs; der Rest der Bevölkerung ist die internationale Gemeinde, die das Fürstentum zum Dorf der Weltbürger macht.

Sprache und Glaube. Amtssprache ist Französisch, im Alltag mischen sich Italienisch und Englisch, und das alte Monegassisch wird in den Schulen gepflegt wie ein Familienerbstück. Der Katholizismus ist Staatsreligion mit fürstlichem Zeremoniell (die Kathedrale birgt die Gräber von Grace Kelly und Rainier III.), gelebt wird tolerant: Auf zwei Quadratkilometern beten Katholiken, Juden, Muslime und Orthodoxe in Gehweite.

Alltag. Der Tag beginnt am Marché de la Condamine bei Socca und Espresso, mittags regiert die Businesswelt, abends wechselt das Fürstentum ins Abendkleid. Es ist ein Leben in einem gut geführten Fünf-Sterne-Haus: reibungslos, sicher, poliert, und wer die Patina echter Städte braucht, fährt zwanzig Minuten nach Nizza oder nach Italien zum Markt von Ventimiglia.

So funktioniert das Steuersystem in Monaco

Privatpersonen: die reine Lehre

Seit 1869 gilt: keine Einkommensteuer, keine Kapitalertragsteuer, keine Vermögensteuer, keine Grundsteuer, keine Gemeindesteuern. Die einzige nennenswerte Ausnahme für Privatpersonen: Auf Mieteinnahmen aus monegassischen Immobilien fällt eine Abgabe von 1 % der Jahresmiete an. Erbschaft- und Schenkungsteuer greifen nur auf Vermögenswerte in Monaco, gestaffelt von 0 % in direkter Linie (Ehepartner, Kinder) bis 16 % bei Nichtverwandten; das weltweite Vermögen bleibt unangetastet. Für Franzosen gilt die historische Ausnahme des Abkommens von 1963: Sie zahlen weiter französische Einkommensteuer.

Unternehmen: die 25-%-Grenze

Unternehmen, die mehr als 25 % ihres Umsatzes außerhalb Monacos erwirtschaften, zahlen seit 2022 25 % Körperschaftsteuer (ISB); wer mindestens 75 % lokal erwirtschaftet, bleibt steuerfrei. Start-ups genießen eine Anlaufstaffel: zwei Jahre komplett befreit, dann 25/50/75 % der Gewinne in den Jahren drei bis fünf, ab Jahr sechs voll. Dazu gibt es F&E-Steuergutschriften. Für international tätige Unternehmer heißt das ehrlich: Die operative Firma gehört meist nicht nach Monaco, sondern daneben, klassisch als ausländische Gesellschaft, deren Dividenden Du in Monaco steuerfrei vereinnahmst. Welche Struktur passt (bis hin zur UK Limited), klären wir im Beratungsgespräch.

Der DBA-Punkt, den fast alle übersehen: Monaco hat mit Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Doppelbesteuerungsabkommen. Deutsche Quellen-Einkünfte (Vermietung, GmbH-Ausschüttungen, bestimmte Renten) bleiben in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, und ohne DBA gibt es keinen Abkommensschutz. Die Monaco-Rechnung funktioniert deshalb am besten mit einem sauber internationalisierten Portfolio, und mit vollständiger Abmeldung aus Deutschland.

Yachten im Port Hercule vor der Skyline von Monaco
Port Hercule: Hier parkt das Ergebnis von 0 % Kapitalertragsteuer

Für wen sich der Umzug nach Monaco lohnt (und für wen nicht)

✓ Monaco lohnt sich für

  • Sehr Vermögende jeden Alters: 0 % auf Einkommen, Vermögen und Erbe in direkter Linie
  • Privatiers und Investoren mit internationalem Portfolio
  • Unternehmer mit überwiegend lokalem Geschäft oder Auslandsstruktur
  • Sportler, Künstler und alle mit hohem mobilem Einkommen
  • Alle, denen Sicherheit und Diskretion sechsstellige Mieten wert sind

✗ Eher nicht für

  • Durchschnittsverdiener: Schon das Zimmer ab 3.000 € sprengt jedes Budget
  • Franzosen: Die Steuerfreiheit gilt für sie nicht
  • Platz- und Natur-Liebhaber: Zwei km² Beton kennen keine Wälder

Zur Aufrichtigkeit gehört auch das: Monaco ist ein Betondschungel mit wenig Grün, viele Wohnungen stammen aus den 1970ern und sind klein, und da nur ein Teil der Einwohner dauerhaft vor Ort lebt, fühlt sich manche Straße an wie Sonntagmorgen. Die Mieten beginnen bei etwa 3.000 € für ein Zimmer und 5.000 € für kleine Wohnungen; Familienwohnungen kosten 10.000 bis 25.000 € im Monat, Kaufpreise starten bei 1,5 bis 3 Millionen fürs Studio und enden jenseits der 20 Millionen. Wer das Ticket bezahlen kann, bekommt dafür das dichteste Paket aus Steuerfreiheit, Sicherheit und Lage, das Europa zu bieten hat.

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Besonderheiten beim Wohnortwechsel: die Carte de Séjour

Als EU-Bürger (auch Schweizer) reist Du visumfrei ein und darfst drei Monate bleiben; wer länger bleiben oder den Wohnsitz etablieren will, beantragt die Carte de Séjour. Die Zutaten:

  • Unterkunft: Eigentum, Mietvertrag (mindestens 12 Monate) oder Wohnrecht über die eigene Gesellschaft.
  • Finanzielle Mittel: Der Standardweg ist die Bankreferenz einer monegassischen Bank, die üblicherweise eine Einlage von rund 500.000 € voraussetzt (je nach Institut und Profil auch mehr); alternativ Gehaltsnachweis oder Versorgung durch den Partner.
  • Führungszeugnisse der letzten beiden Wohnsitzländer, Geburtsurkunde, Ausweis, plus persönliches Interview.

Nach Einreichung folgen Interview (nach etwa 5 bis 7 Wochen) und Prüfungen; die erste Karte gilt ein Jahr und wird sukzessive verlängert, nach zehn Jahren winkt die Privilegierten-Karte. Nicht-EU-Bürger brauchen vorab ein französisches Langzeitvisum. Und der entscheidende Punkt: Damit die Steuerfreiheit gegenüber Deutschland wirkt, musst Du Deinen Lebensmittelpunkt wirklich nach Monaco verlegen, das Fürstentum selbst prüft die tatsächliche Anwesenheit inzwischen ebenfalls genauer.

Details zum Mieten (Finanznachweise, Kautionen, Wartelisten) in unserem Miet-Guide Monaco, zum Kauf im Immobilien-Guide und zur Einreise im Einreise-Guide.

Steuersätze in Monaco im Überblick

SteuerSatz
EinkommensteuerKeine (Ausnahme: französische Staatsbürger)
KapitalertragsteuerKeine; Mieteinnahmen aus Monaco-Immobilien: 1 % der Jahresmiete
VermögensteuerKeine
GrundsteuerKeine
Erbschaft-/SchenkungsteuerNur auf Monaco-Vermögen: 0 % direkte Linie, gestaffelt bis 16 % bei Dritten
Körperschaftsteuer (ISB)25 %, nur bei über 25 % Auslandsumsatz; Start-up-Staffel in den ersten 5 Jahren
Mehrwertsteuer20 % (französisches System, geteilte Einnahmen)
DBA mit DE/AT/CHKeine, deutsche Quellen-Einkünfte bleiben in Deutschland steuerverhaftet

Vollständige Sätze und den weltweiten Vergleich findest Du im Steueratlas.

Besteuerung von Kryptowährungen in Monaco

Die kurze Antwort: Für Privatpersonen gilt auch hier die reine Lehre, keine Einkommen- und keine Kapitalertragsteuer bedeutet 0 % auf private Krypto-Gewinne, ob Trading, Staking oder Verkauf. Gewerbliche Krypto-Aktivitäten mit überwiegendem Auslandsbezug können in die 25-%-Körperschaftsteuer rutschen. Die komplette Rechnung für Monaco und über 60 weitere Länder findest Du auf unserer Schwesterseite KryptoSteuern.info.

Marina von Monaco mit dicht gedrängten Yachten
Dichteste Yacht-Population der Welt: Parkplatznot auf Monegassisch

Die Boris-Becker-Falle eines Scheinumzuges vermeiden

Ausgerechnet Monaco ist der Schauplatz der berühmtesten Scheinumzugs-Geschichte des deutschen Steuerrechts: Boris Becker, offiziell in Monte Carlo gemeldet, faktisch in München wohnhaft. Die Lehre gilt bis heute: Ohne echten Lebensmittelpunkt in Monaco keine Steuervorteile. Behältst Du in Deutschland eine Zweitwohnung als ständige Wohnstätte, bleibst Du unbeschränkt steuerpflichtig, und gerade beim DBA-losen Monaco gibt es kein Abkommen, das Dich rettet. Hauptwohnsitz komplett verlegen, Präsenz dokumentieren, deutsche Anknüpfungspunkte kappen. Wie Du Deinen Lebensmittelpunkt sauber verlagerst, haben wir im Steuerwissen beschrieben.

Beachte auch: Wer in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig war, bekommt etwa 3 bis 12 Monate nach der Abmeldung regelmäßig den Fragebogen des Finanzamts mit 16 detaillierten Fragen zum Wegzug, und beim prominenten Ziel Monaco schaut man besonders genau hin. Was von Zweitpass-Programmen weltweit übrig ist, erklärt Dir unser Plan B Projekt.

Steuerliche Gesichtspunkte eines Wegzuges

Aus deutscher Sicht gilt: Der Wegzug entbindet Dich nicht von der Steuerzahlung, wenn Du weiterhin Einkünfte aus Deutschland beziehst, und ohne DBA bleibt jede deutsche Quelle voll steuerverhaftet. Ob und wie Du beschränkt steuerpflichtig bleibst, muss im Einzelfall geprüft werden, rechtzeitig vor dem Wegzug.

Hältst Du wesentliche Beteiligungen an Kapitalgesellschaften (ab 1 Prozent), greift die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG: Deutschland besteuert die stillen Reserven Deiner Anteile, als hättest Du sie verkauft. Für Wegzüge seit 2022 kann die Steuer auf Antrag in sieben Jahresraten gezahlt werden, in der Regel gegen Sicherheitsleistung; das gilt auch beim Umzug nach Monaco. Wer mit einer werthaltigen GmbH ins Fürstentum will, braucht eine durchdachte Gestaltung, vor dem Umzug.

Dein Wegzug im Überblick: Deutschland, Österreich, Schweiz

🇩🇪

Wegzugsteuer auf wesentliche Beteiligungen und bis zu zehn Jahre nachwirkende Steuerpflicht können greifen; was für Monaco gilt, steht oben im Dossier. Wegzug aus Deutschland →

🇦🇹

Der Wegzug nach Monaco gilt in Österreich als Veräußerung Deines Kapitalvermögens: 27,5 % auf den Wertzuwachs, ohne den EU-Aufschub. Wegzug aus Österreich →

🇨🇭

Die Schweiz kennt keine Wegzugssteuer auf privates Kapitalvermögen; entscheidend sind die saubere Abmeldung und die Quellensteuer auf später bezogene Vorsorgegelder. Wegzug aus der Schweiz →

Was Monaco als Wohnsitzland attraktiv macht

Sicherheit ohne Vergleich. Die höchste Polizeidichte der Welt, flächendeckende (hier ehrlicherweise: sehr präsente) Videoüberwachung und ein Umfeld, in dem Kinder nachts allein nach Hause gehen: Für viele Vermögende ist das der eigentliche Luxus.

Spitzenmedizin. Das Centre Hospitalier Princesse Grace und die Spezialkliniken bieten Medizin auf höchstem Niveau, im Zweifel ist Nizza mit Universitätsklinik zwanzig Minuten entfernt.

Das gesellschaftliche Leben. Grand Prix, Yacht Show, Rolex Masters, Opernsaison, Charity-Bälle: Monaco ist ein Dorf mit Weltkalender, und die Community der Zugezogenen ist so international wie nirgends sonst auf zwei Quadratkilometern.

Die Lage. Flughafen Nizza (Helikopter: sieben Minuten), Italien vor der Tür, die Seealpen im Rücken: Wer Platz braucht, mietet das Landhaus im Hinterland dazu, steuerlich wohnt er trotzdem im Fürstentum, solange der Lebensmittelpunkt stimmt. Skifahren in Isola 2000 und Segeln vor Cap Ferrat liegen am selben Tag drin, und wer geschäftlich nach London, Genf oder Mailand muss, ist schneller dort als mancher Pendler im Berufsverkehr.

Dichte Bebauung Monacos zwischen Bergen und Mittelmeer von oben
Zwei Quadratkilometer, in die Höhe gedacht: Monacos Antwort auf die Platzfrage

Lebenshaltungskosten in Monaco

Reden wir nicht um den heißen Brei: Monaco ist der teuerste Wohnort der Welt, und das Wohnen ist der Haupttreiber. Die Richtwerte:

PostenRichtwert
Zimmer / Studio, Mieteab 3.000 bis 5.000 € / Monat
2-Zimmer-Wohnung, Miete5.000 bis 10.000 € / Monat
Familienwohnung (3+ Zimmer), Miete10.000 bis 25.000 € / Monat
Studio, Kauf1,5 bis 3 Mio. €
Familienwohnung, Kauf8 bis über 20 Mio. €
Restaurants, Alltag, DienstleistungenRiviera-Niveau plus: Rechne grob mit dem Doppelten deutscher Preise

Der Trost: Bei 0 % Steuern auf ein siebenstelliges Einkommen amortisiert sich selbst monegassische Miete erstaunlich schnell, genau diese Rechnung stellen wir im Beratungsgespräch auf.

Rund 30.000 Grenzpendler aus Frankreich und Italien stemmen täglich den Alltag des Fürstentums, vom Hotel bis zur Bank; wer hier arbeitet, wohnt meist jenseits der Grenze, wo die Mieten auf ein Zehntel fallen. Für Residenten heißt das umgekehrt: Beaulieu, Eze und Menton liegen vor der Tür, wenn das Wochenende Platz braucht.

Korrekte Vorbereitung

Was ist der beste Zeitpunkt für einen Umzug? Steuerlich gibt es kein Timing-Fenster, entscheidend ist die vollständige, dokumentierte Verlagerung des Lebensmittelpunkts und die saubere deutsche Abmeldung samt Wegzugsteuer-Planung.

Brauche ich ein Visum? Als EU-Bürger oder Schweizer nein; Du beantragst direkt die Carte de Séjour (Unterkunft, Bankreferenz über ~500.000 €, Führungszeugnisse, Interview). Nicht-EU-Bürger starten mit dem französischen Langzeitvisum.

Was passiert mit meinem bestehenden Unternehmen? Deutsche Beteiligungen lösen die Wegzugsbesteuerung aus, und ihre Ausschüttungen bleiben ohne DBA deutsch steuerverhaftet; meist gehört vor den Umzug eine Umstrukturierung auf internationale Beine. Bei einem geplanten Unternehmensverkauf: vorher abschließen, im Idealfall nach dem Wegzug in die Steuerfreiheit, die Reihenfolge entscheidet über Millionen.

Was geschieht mit meiner jetzigen Wohnung? Die Aufgabe der Wohnung ist zwingend, sonst endet die deutsche Steuerpflicht nicht, und gerade Monaco-Fälle werden geprüft. Verkaufen musst Du nicht, vermieten reicht; abmelden musst Du Dich auf jeden Fall. Warum die Wohnung in Deutschland so gefährlich ist, liest Du im Steuerwissen.

Automatischer Informationsaustausch gemäß OECD CRS

Monaco nimmt am CRS teil, das Bankgeheimnis alter Schule ist auch hier Geschichte. Solange Du in Deutschland steuerpflichtig bist, werden monegassische Konten gemeldet; nach echtem Wegzug mit monegassischer Ansässigkeit ist der Austausch bedeutungslos, weil Monaco schlicht nichts besteuert. Diskretion gegenüber Dritten bleibt dagegen monegassische Kernkompetenz. Wie Du Konten über Grenzen hinweg sauber organisierst, zeigt Dir Freedom Banking.

Guides für Dein Leben in Monaco

Für die praktischen Fragen rund um den Alltag im Fürstentum haben wir eigene, ausführliche Guides geschrieben:

Einreise

Monaco Einreise: Visum, Schengen-Praxis und Aufenthaltsrecht

Wohnen

Wohnung mieten in Monaco: Finanznachweise, Kaution und Wartelisten

Immobilien

Immobilie in Monaco kaufen: Preise, Gebühren und Ablauf

Gesundheit

Medizinische Versorgung in Monaco: Spitzenmedizin auf zwei km²

Alle Themenbereiche mit über 1.900 Artikeln findest Du in unseren Guides für Auswanderer.

Der (fast unerreichbare) monegassische Pass

Die monegassische Staatsbürgerschaft ist eine der exklusivsten der Welt: Sie wird per fürstlicher Entscheidung nach in der Regel mindestens zehn Jahren Aufenthalt verliehen, ohne Rechtsanspruch, und verlangt die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit. Praktisch bleibt sie Ausnahmefällen vorbehalten; das realistische Ziel ist die dauerhafte Residenz mit der Privilegierten-Karte nach zehn Jahren. Was Zweitpass-Strategien weltweit taugen, erklärt Dir unser Plan B Projekt.

So hilft Dir unsere Kanzlei bei Deinem Umzug nach Monaco

Unsere Kanzlei, die STM Corporate Group, hat schon viele Mandanten dabei unterstützt, den Wohnsitz ins Ausland zu verlegen. Mit unseren Büros in London, Valletta, Dublin und Austin sind wir bestens gerüstet, Dich zu begleiten. Die Leistungen werden individuell zugeschnitten und umfassen üblicherweise:

  • Beratung zu den steuerlichen Konsequenzen des Umzugs: Analyse, Prognosen, Einschätzungen
  • Wegzugsteuer- und Beteiligungs-Gestaltung vor dem Umzug (ohne DBA besonders kritisch)
  • Begleitung des Carte-de-Séjour-Antrags inklusive Bankreferenz-Prozess
  • Strukturierung des Einkommensportfolios für die DBA-lose Monaco-Realität
  • Empfehlung monegassischer Anwälte, Banken und Makler
  • Laufende steuerliche und administrative Betreuung Deiner Gesellschaften
  • Steuereffiziente Strukturierung von Vermögen über Auslandsgesellschaften, Holdings und Trusts

Im Grundsatz rechnen wir nach Aufwand ab; für manche Leistungen gelten Fixpreise. Im ersten Schritt raten wir Dir zur Buchung eines Beratungsgesprächs mit Sebastian, telefonisch, per Zoom oder Signal. Gemeinsam finden wir die beste Vorgehensweise und stellen den Kontakt zu unserem Partner in Monaco her. Über zwanzig Jahre Beratungserfahrung und weit über hundert begleitete Unternehmer stehen hinter jedem Mandat.

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Häufige Fragen zum Umzug nach Monaco

Zahle ich in Monaco wirklich 0 % Steuern?

Auf Einkommen, Kapitalerträge und Vermögen: ja, seit 1869, sofern Du kein französischer Staatsbürger bist. Nur Mieteinnahmen aus Monaco-Immobilien (1 %) und die Erbschaftsteuer auf Monaco-Vermögen jenseits der direkten Linie fallen an.

Wie viel Geld brauche ich für die Residenz?

Die Bankreferenz setzt üblicherweise rund 500.000 € Einlage bei einer monegassischen Bank voraus, dazu kommt die Wohnung: Miete ab etwa 3.000 € (Zimmer) bzw. 5.000 bis 10.000 € (2 Zimmer), Kauf ab 1,5 Mio. €. Realistisch beginnt das Monaco-Leben bei einem Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich.

Warum ist das fehlende DBA so wichtig?

Ohne Abkommen mit Deutschland bleiben deutsche Quellen-Einkünfte (Vermietung, GmbH-Dividenden, bestimmte Renten) in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, ohne Ermäßigung. Die Monaco-Strategie verlangt deshalb ein internationalisiertes Portfolio und die komplette deutsche Abmeldung.

Kann ich meine Firma mitnehmen?

Unternehmen mit über 25 % Auslandsumsatz zahlen in Monaco 25 % Körperschaftsteuer; die operative Firma gehört deshalb meist in eine andere Jurisdiktion, deren Dividenden Du in Monaco steuerfrei vereinnahmst. Die deutsche GmbH löst beim Wegzug zudem die Wegzugsbesteuerung aus, Reihenfolge und Struktur klären wir vorab.

Wie streng wird die Anwesenheit geprüft?

Strenger als früher, von beiden Seiten: Deutschland prüft den Lebensmittelpunkt (Becker-Falle), Monaco die tatsächliche Nutzung der Wohnung (Strom-, Wasser-, Kartenumsätze). Wer nur ein Briefkasten-Studio hält und in München lebt, verliert beides: Status und Steuerfreiheit.

Gibt es ein Leben unter 10.000 € Monatsmiete?

Ja, Studios und kleine Wohnungen ab 3.000 bis 5.000 € existieren, mit Wartelisten und ohne Meerblick. Viele Residenten kombinieren die kompakte Monaco-Wohnung mit einem Haus im französischen oder italienischen Umland fürs Wochenende, steuerlich zählt der Lebensmittelpunkt im Fürstentum.

Wie sicher ist Monaco wirklich?

Statistisch der sicherste Fleck Europas: höchste Polizeidichte der Welt, lückenlose Überwachung des öffentlichen Raums, verschwindend geringe Kriminalität. Der Preis dafür ist eben jene Überwachung, wer maximale Privatsphäre im öffentlichen Raum sucht, wird sie hier nicht finden, wohl aber Diskretion in Finanzdingen.

Bekomme ich jemals den monegassischen Pass?

Realistisch: nein. Die Einbürgerung ist fürstliche Gnadensache nach zehn und mehr Jahren, ohne Anspruch und gegen Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit. Das Ziel ist die dauerhafte Residenz, den Pass-Plan B baust Du woanders.

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